Geschichte und Kultur von Achill Island

Achill Island wurde schon seit Urzeiten von Menschen besiedelt. Die ältesten Fundstellen sind über 5.000 Jahre alt. Megalithische Grabmale auf den Hängen des Slievemore Mountain datieren aus der Jungsteinzeit. Die Ruinen von Forts an verschiedenen Stellen entlang der Küste von Achill deuten auf Besiedlung während der Eisenzeit hin. Der Atlantic Drive, eine landschaftlich schöne Strecke entlang der Südküste von Achill, führt an mehreren Küstenfortruinen vorbei.

Das Christentum gelangte im 5. Jahrhundert nach Irland, und auf den Hängen des Slievemore, in der Nähe des heutigen Friedhofs, wurde frühchristliche Besiedlung nachgewiesen. Dieses Gebiet, in dem sich auch das verlassene Dorf von Slievemore befindet, ist nur wenige Gehminuten von Achill Cliff House entfernt.

Im Osten von Achill befindet sich die alte Kirche von Kildavnet, die nach St. Dymphna, einer Heiligen aus dem 7. Jahrhundert, benannt wurde. Auf dem Friedhof dieser Kirche stehen Denkmäler für zwei der größten Tragödien der Insel: das Seeunglück von Clew Bay im Jahre 1894 und das Feuer von Kirkintilloch im Jahre 1937. Bei dem Seeunglück ertranken 32 junge Leute von Achill, die auf dem Weg zur Kartoffelernte nach Schottland waren, beim Übersetzen zum Schiff im Hafen von Westport. Kirkintilloch ist ein schottisches Dorf, in dem im Jahre 1937 bei einem Scheunenfeuer zehn in der Mehrzahl junge Bewohner von Achill Island ums Leben kamen, die sich als Erntearbeiter bei der Kartoffelernte verdingt hatten.

Im 19. Jahrhundert gründete ein Pastor der Church of Ireland, Reverend Edward Nangle, eine Mission in Dugort, um die Bewohner von Achill zum protestantischen Glauben zu bekehren. Das Projekt existierte knapp 50 Jahre lang, während denen Nangle Schulen, Wohnhütten, ein Waisenhaus, ein kleines Krankenhaus und das erste Hotel der Insel (das heutige Slievemore) baute. Während der Hungersnot (1847-51) bot die so genannte Kolonie den darbenden Inselbewohnern Suppe an, sofern diese dafür zum Protestantismus konvertierten. Es wird angenommen, dass das Dorf von Slievemore am Südhang des Slievemore Mountain um diese Zeit verlassen wurde. Heutzutage besteht dieses “verlassene Dorf” aus ca. 80 Steingebäuden, sämtlich ohne Dach – ein Mahnmal für vergangene harte Zeiten auf Achill.