Berühmte Persönlichkeiten auf Achill

Die Abgelegenheit von Achill Island und die inspirierende Landschaft der Insel hat von jeher viele interessante Menschen angezogen.

Der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll, der im Jahre 1972 den Nobelpreis für Literatur gewann, kam in den fünfziger Jahren zum ersten Mal nach Achill. Seine Eindrücke vom Leben auf Achill zu dieser Zeit fasste er in seinem “Irischen Tagebuch” zusammen. Böll war so fasziniert von Achill, dass er noch 15 Jahre lang fast jeden Sommer auf der Insel in einem Cottage in Dugort verbrachte.Im 16. Jahrhundert hatte die Piratenkönigin Granuaille (Grace O’Malley) eine Basis im Kildavnet Tower an der Ostküste von Achill Island. Von dieser und anderen Festungen entlang der Küste von Co. Mayo soll sie zu ihrer Zeit die Gewässer vor der Westküste Irlands beherrscht haben.

Im 19. Jahrhundert ließ sich der berüchtigte Captain Boycott erst in Keem Bay und später in Corrymore House an den Hängen des Croaghaun Mountain nieder. Boycott war ein besonders gehasster Gutsherr, der im Jahre 1877 von Achill Island nach Ballinrobe, Co. Mayo umsiedelte. Dort kam es zu Unruhen, bei denen die örtlichen Pächter Boycott in einer Protestaktion ächteten. Dies führte zur Entstehung des Begriffs “boykottieren”.

Der irische Landschaftsmaler Paul Henry kam ursprünglich im Jahre 1910 für einen zweiwöchigen Urlaub nach Achill. Er blieb neun Jahre lang, die die prägendste Zeit seiner Laufbahn darstellten, und malte viele berühmte Bilder von Szenen auf Achill. Dazu gehören seine Reihe zum Thema “Potato Diggers” (“Kartoffelernte”) und “Launching the Currach” (Bootszene am Strand), eine Szene, die er in Keem Bay miterlebt haben muss. Henry hat seine Erfahrungen auf Achill Island in seiner Autobiographie, ‘An Irish Portrait’, ausführlich beschrieben.

Ein weiterer Maler, der sich von Achill Island inspirieren ließ, war der Amerikaner Robert Henri, der von 1924 bis 1928 jeden Sommer in Corrymore House verbrachte. Henri malte vorwiegend Portraits der Bewohner von Achill, insbesondere der Kinder, die er für ihre Dienste entlohnte. Die Künstler Percy French, Charles Lamb, Derek Hill und Desmond Turner waren alle in der Vergangenheit auf Achill Island tätig, während die zeitgenössische Künstlerin Camille Souter noch heute auf der Insel lebt und arbeitet.

Der englische Romanschriftsteller Graham Greene stattete Achill in den vierziger Jahren einige Urlaubs- und Arbeitsbesuche ab. Es heißt, er habe den Roman “Das Herz aller Dinge” in einem Cottage in Dooagh fertig gestellt. Der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll, der im Jahre 1972 den Nobelpreis für Literatur gewann, kam in den fünfziger Jahren zum ersten Mal nach Achill. Seine Eindrücke vom Leben auf Achill zu dieser Zeit fasste er in seinem “Irischen Tagebuch” zusammen. Böll war so fasziniert von Achill, dass er noch 15 Jahre lang fast jeden Sommer auf der Insel in einem Cottage in Dugort verbrachte.